Lichtblick Café & mehrgeistreich Jugendkirche

Gott spricht: Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch. Hes 36,26

Konzeption
Wer sind wir?

  1. Organisationsstruktur

    1. Arbeitsbereiche

      Die Gemeindearbeit gliedert sich in 15 Arbeitsbereiche, wobei einzelne Gruppen und Aktivitäten inhaltlich zu verschiedenen Bereichen gehören können, organisatorisch aber in der Regel jeweils einem Bereich zugeordnet sind.

    2. Leitungsstruktur

      Die konzentrischen Kreise zeigen den Grad der Leitungsverantwortung von innen nach außen:

      Ein Überblick über die verschiedensten Kreise

      Das Presbyterium ist für die geistliche, finanzielle und organisatorische Gesamtleitung der Gemeinde und aller ihrer Arbeitsbereiche verantwortlich. Es hat einen Teil seiner Kompetenzen an die weiteren Leitungskreise delegiert.

      Die zentralen Dienste
      d.h. vor allem Verwaltung und Küster/Hausmeister arbeiten zum einen mit ihrer jeweiligen Aufgabe dem Presbyterium zu, wobei die Verwaltung auch an dessen Leitungsverantwortung teilnimmt. Zum anderen sind sie mit ihrer jeweiligen Aufgabe Ansprechpartner für alle 15 Arbeitsbereiche.

      Der Gemeinderat ist das Gremium der Bereichsleitenden und hat folgende Aufgaben und Kompetenzen:
      - Vernetzung der Arbeitsbereiche
      - Austausch von Informationen und Weitergabe an Bereiche
      - Beratung des Presbyteriums

      Die Bereichsleitenden sind in der Regel in einem Zweierteam für die Leitung eines der Arbeitsbereiche verantwortlich. Das bedeutet vor allem

      - Leitung des Bereichs-Mitarbeiterkreises oder -Ausschusses
      - Kontaktpflege zu den weiteren ehrenamtlichen Mitarbeitenden des Bereiches
      - Verantwortung für das Bereichs-Budget

      In den Bereichsausschüssen oder MA-Kreisen treffen sich die jeweiligen Gruppenleiter bzw. Mitarbeitenden eines Bereiches.

      Ein besonderes Leitungsprofil mit höherer Eigenständigkeit liegt bei Lichtblick – Café + mehr, insofern der Leitungskreis (als Ausschuss des Presbyteriums) sowie die Hauptamtliche Kompetenzen erhalten haben, die Einrichtung und ihre Arbeit selbständig zu leiten.

      Dabei beinhaltet Lichtblick – Café + mehr zurzeit einen gewerblichen Bereich (Buchladen, Eine-Welt-Laden, Café) sowie einen gemeinnützigen (ökumenische Begegnungsstätte, Beratungs- und Kulturangebote, Kleiderkammer).

      Im Aufbau begriffen ist eine übergemeindliche Jugendkirche mit eigenem Leitungsgremium in Kooperation mit den Kirchengemeinden Köln-Dünnwald und Mülheim am Rhein.

  2. Umsetzung und Schwerpunkte

    1. Grundsätzliches zur Gemeindearbeit

      1. Eine Gemeinde in zwei Stadtteilen

        Die Ev. Brückenschlag-Gemeinde Köln-Flittard/Stammheim ist eine Gemeinde in zwei Stadtteilen.

        Ziel ist es, im Leben beider Stadtteile gleichermaßen präsent zu sein, und zwar
        - räumlich, (vor Ort sein mit eigenen Räumlichkeiten)
        - partizipatorisch d.h. teilnehmen („Dienst der Anwesenheit“),
        - missionarisch (einladendes Christuszeugnis) und
        - sozialdiakonisch (Hilfe zur Selbsthilfe vor allem im Hinblick auf Senioren und Verlierer der derzeitigen Sozialpolitik).

      2. Attraktive, funktionale, für beide Stadtteile erreichbare Gebäude/Räumlichkeiten

        Ziel ist es, in den nächsten Jahren ein Konzept für attraktive, funktionale, für beide Stadtteile erreichbare Gebäude/Räumlichkeiten zu erarbeiten und umzusetzen. Hierbei sind strukturelle Defizite durch sinnvolle und zukunftsweisende Investitionen zu überwinden.

      3. Ehrenamtlich und beruflich Mitarbeitende

        Die Gemeindearbeit wird zum überwiegenden Teil von ehrenamtlich Mitarbeitenden getragen und verantwortet. Die beruflich Mitarbeitenden haben die Aufgabe, die Ehrenamtlichen zu unterstützen, zu begleiten und zu schulen sowie durch ihre eigene Arbeit für professionelle Qualität zu sorgen.

        Ziel ist es, auch in den nächsten Jahren einen Personalstand beruflich Mitarbeitender zu haben, der zum einen finanzierbar ist, zum anderen eine Gemeindearbeit im Sinne der Leitsätze ermöglicht.

        Wegen der weiter zurückgehenden Kirchensteuereinnahmen der Gemeinde muss ein Teil der Personalkosten in noch höherem Maße durch unsere gemeinnützigen Fördervereine finanziert werden:
        - FÖRJU– Förderer christlicher Jugendarbeit e.V.
        - Förderverein Lichtblick – Café + mehr e.V.

        Gleichzeitig sollen in den nächsten Jahren weitere Aufgaben und Kompetenzen von beruflich Mitarbeitenden auf Ehrenamtliche übertragen werden.

      4. Geistliche und zwischenmenschliche „Gemeindekultur“

        Im Miteinander der Gemeinde sind uns folgende Aspekte besonders wichtig:

        • Seelsorge
          • als Glaubens- und Lebenshilfe
          • als Form des Umgangs miteinander
          • als Auftrag des Gottesdienste
        • Ermutigung zu geistlichem Leben
        • Gastfreundschaft
        • Gemeinschaft in Unterschiedlichkeit
        • Ganzheitlichkeit
        • Gemeindebegegnung, Feiern
        • Fehlerfreundlichkeit und Vergebungsbereitschaft

    2. Aufgaben mit unmittelbarem Handlungsbedarf

      1. Selbständigkeit in der Gemeinde fördern

        Reformatorische Gemeinde heißt mündige Gemeinde („Priestertum aller Gläubigen“).
        Schon unter geistlichem Gesichtspunkt hat die ehrenamtliche Mitarbeit einen sehr hohen Stellenwert. Zudem zwingt der geringere Personalbestand der beruflich Mitarbeitenden dazu, noch stärker als bisher Ehrenamtliche zu gewinnen, hinsichtlich ihrer geistlichen und fachlichen Kompetenzen zu fördern und ihnen auf verschiedenen Ebenen gemäß ihren Gaben und Neigungen Leitungsverantwortung zu übertragen.

        Ziel ist die Ausbildung von ehrenamtlichen Leitungskräften und die fachliche Qualifikation möglichst vieler Ehrenamtlicher einschließlich einer Stärkung des geistlichen Lebens.

        Durchgehende Kerngedanken sind für jeden Mitarbeiterkreis, jede Dienstgruppe:
        • Persönliche Begegnung
        • Geistliche Gemeinschaft
        • Thematische Arbeit

      2. Gottesdienste und Kirchenmusik
        (im Wesentlichen den Gottesdiensten zugeordnet)

        Bewährt haben sich die unterschiedlichen Gottesdienstformen und Zielgruppengottesdienste mit passender kirchenmusikalischer Gestaltung: der klassische Sonntagsgottesdienst, der wöchentliche Kindergottesdienst, das monatliche Sonntagsfest (Familiengottesdienst), der Offene Abendgottesdienst, die Schulgottesdienste, die Minikirche (Krabbelgottesdienst), sowie die Kasualgottesdienste.

        Ziel ist es, den derzeitigen Standard konsequent weiterzuführen, also bleibend als Arbeitsbereich mit besonderer Priorität.
        Zusätzlich soll die seelsorgerliche Komponente in Zusammenhang mit Gottesdiensten gestärkt werden.

      3. Jugend- und Junge-Erwachsenen-Arbeit innerhalb der Gemeinde (einschl. Konfirmandenunterricht) und Aufbau einer übergemeindlichen Jugendkirche

        Bewährt haben sich die Konfirmandenarbeit nach dem Hoyaer Modell und Beteilung von jugendlichen Mitarbeitenden im Konfirmandenkurs sowie der wöchentliche Jugendkreis und die große Jugendfreizeit in den Sommerferien.

        Ziel ist es, die Jugendarbeit auf eine breitere Basis zu stellen, und zwar innergemeindlich durch Erweiterung der offenen Angebote (Jugendcafé), Stärkung der Junge-Erwachsenen-Arbeit und durch intensivere Gewinnung und Schulung von Jugendlichen als Mitarbeitende.

        Übergemeindlich wird in den nächsten drei Jahren in Kooperation mit den Nachbargemeinden Köln-Dünnwald und Mülheim am Rhein eine Jugendkirche aufgebaut werden (einschließlich regelmäßiger Jugendgottesdienste, des Jugendchores und gemeinsamer Jugendmitarbeiterschulung). Spätestens in den darauffolgenden fünf Jahren soll diese Jugendkirche in der Lage sein, missionarische Aufgaben an den weiterführenden Schulen vor allem in Köln-Mülheim zu übernehmen.

    3. Weitere Bereiche mit Handlungsbedarf

      1. Seniorenarbeit

        Bewährt hat sich in den vergangenen Jahren die Kombination verschiedener Elemente (geistlich, geistig, gesellig) als Wahlangebote und auch im Rahmen einer Veranstaltungsform. Ebenfalls bewährt hat sich der durch Ehrenamtliche organisierte Seniorenbesuchsdienst.

        Ziel ist es aufgrund der Gegebenheit einer „alternden Gesellschaft“, Formen ganzheitlicher Seniorenarbeit (im Sinne von „fordern und fördern“) weiterzuentwickeln und verstärkt anzubieten.

      2. Kindergruppen und Kindergottesdienst

        Bewährt haben sich die Arbeit in den Jungscharen, der Vor-Konfirmandenunterricht und der Kindergottesdienst, die Zusammenarbeit mit den Schulen (insbesondere Schulgottesdienste) sowie die in der Regel einmal jährlich stattfindenden Projekte: Kinderfreizeit, Kinderbibelwoche, Weihnachtswerkstatt.

        Da bereits die meisten Grundschulkinder bis weit in den Nachmittag hinein in den Schulen sind, steigt die Bedeutung einerseits der kirchlichen Präsenz in den Schulen, andererseits des sonntäglichen Kindergottesdienstes.

        Ziel ist es, diese Aufgaben möglichst weiterzuführen bzw. entsprechend zu modifizieren.

      3. Diakonie und Stadtteilarbeit

        Bewährt haben sich die Arbeitsformen von „Lichtblick – Café + mehr“, des „Stadtteilbüros Flittard“, der Besuchsdienste, des Kontaktes zu Orts- und Bürgervereinen und den Grundschulen sowie die Teilnahme am AK Soziales in Stammheim und am AK Jugend in Flittard. Für die Präsenz in den Stadtteilen spielen auch sorgfältig gestaltete Kasualien (insbesondere Beerdigungen) eine wichtige Rolle.

        Ziel ist es, bleibend als eine Gemeinde in zwei Stadtteilen präsent sein (s.o. II.1.a). Die Aufgaben von Diakonie und Stadtteilarbeit sollen, wo irgend möglich, in ökumenischer Verantwortung für die Stadtteile wahrgenommen werden.

      4. Ökumene am Ort

        Bewährt hat sich die ök. Gemeindepartnerschaft in Stammheim mit der röm.-katholischen Kirchengemeinde St. Mariae Geburt, die längst in vielen Bereichen die Arbeit selbstverständlich durchdringt und prägt.

        Ziel ist es, in den nächsten Jahren in die Gemeindepartnerschaft auch die röm.-katholischen Kirchengemeinde St. Pius / St. Hubertus einzubeziehen und auch in Flittard eine intensive Zusammenarbeit zu erreichen. Bei der Planung neuer Projekte und Aufgabenbereiche sind von Anfang an die ökumenischen Partner vor Ort zu informieren bzw. einzubeziehen.

      5. Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden

        In diesem Bereich gibt es bereits einige Ansätze: der Aufbau der Jugendkirche mit Dünnwald und Mülheim (siehe II.2 c) und die gemeinsame Jugendfreizeit mit Dünnwald. Mit Dünnwald sind weitere Kooperationen vorgesehen.
Bildrechte: Matthias Rehbein

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