Geschichtliche und andere Fakten zum FÖR JU

Gründung eines Fördervereins als Reaktion auf leere Kassen

1978 war unerwartet eine Finanzierungslücke bei den Personalkosten entstanden, die zur Kündigung eines hauptamtlichen Mitarbeiters in der Evangelischen Kirchengemeinde Köln-Flittard geführt hätte. Um diese zu schließen, wurde nach intensivem Überlegen, Beraten und Beten und mit Rückendeckung der ganzen Gemeinde ein Förderverein gegründet, eingetragen im Vereinsregister am 15. November 1978 unter dem Namen „Verein für missionarische Gemeinde- und Jugendarbeit“ (VMGJ). Ein mutiger Schritt und seinerzeit ein Novum. Damals gab es zwar selbstständige Vereine innerhalb von evangelischen Kirchengemeinden in der Art von „Bauvereinen“, die finanzielle Mittel für den Bau von Orgeln, Gemeinderäumen u.Ä. aufbrachten. Der VMGJ gehörte jedoch zu den ersten Vereinen in einer evangelischen Kirchengemeinde, die kein Bauvorhaben, sondern ausschließlich einen oder mehrere Arbeitsbereiche der Gemeindearbeit unterstützen wollten, z. B. die Jugendarbeit. Mit dieser Ausrichtung beeinflusste er in der Folgezeit die Gründung ähnlicher Vereine innerhalb der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).Neben der Jugendreferentenstelle finanzierte der VMGJ Veranstaltungen und Fortbildungen mit, durch die die Gemeindemitglieder im Glauben wachsen konnten und der missionarische Auftrag der Gemeinde gefördert wurde.

Nach der Fusion der Flittarder Gemeinde mit der Evangelischen Kirchengemeinde Köln-Stammheim zur Evangelischen Brückenschlag-Gemeinde Köln-Flittard/Stammheim am 01. Juli 2004 firmierte der Verein um in seine jetzige Bezeichnung FÖR JU. Heute beschränkt sich der Vereinszweck auf die Förderung der Jugendarbeit. So will der FÖR JU auch weiterhin einen beachtlichen Teil dazu beitragen, dass die Jugendarbeit in der Brückenschlag-Gemeinde fortgeführt wird und für die Zukunft gesichert ist.

 

Weitere Fakten zum FÖR JU

Innerhalb von 35 Jahren hat der FÖR JU rund 521.000 Euro an Spenden gesammelt (über Mitgliedsbeiträge, Einzelspenden und Kollekten), die bis auf minimalste Verwaltungskosten komplett der Kirchengemeinde zugute kamen und kommen. Derzeit zählt der Verein 50 Mitglieder. In dem sechsköpfigen Vorstand sitzen auch Vorstandsmitglieder, die vom Presbyterium der Brückenschlag-Gemeinde ernannt werden. So wird die enge Verzahnung mit der Gemeindearbeit gewährleistet.

Aktuell ist der Vorstand wie folgt besetzt:

Christian Boden, Vorsitzender
Hans-Dietrich von Zanthier, stellvertretender Vorsitzender
Dr. Ingrid Hruby, Schriftführerin
Ulrich Hach, Schatzmeister
Ute Kröschel, Beisitzerin
Markus Engelke, Beisitzer

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