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Gott spricht: Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch. Hes 36,26

Rückblick auf ökumenische Kinderbibeltage
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Ein Sonntagnachmittag im August, noch drei Tage bis zum Schulbeginn. In der Stammheimer Immanuel-Kirche sind 67 Kinder im Alter von 5 bis 13 Jahren zusammengekommen, um die Ferien mit Singen, Spielen, Theaterspielen, Basteln, Vertrauensspielen und einem Schnurparcours ausklingen zu lassen. Es ist bereits Tradition, dass die katholische Pfarrei „St. Hubertus und Mariä Geburt“ und die Evangelische Brückenschlag-Gemeinde Köln-Flittard/Stammheim gemeinsam Kinderbibeltage veranstalten.

Eine schwarze Jurte auf dem Kirchenrasen, geschmückt mit Laub und bunten BändernMobile Wohnungen für die PilgerreisePilgerfamilien unterwegs

Dieses Jahr werden die Räume und das Außengelände der Immanuel-Kirche für drei Tage zur Heimat von vier eigens gegründeten „Großfamilien“, zu erkennen an der charakteristischen Familienfarbe. Und damit auch jeder weiß, wohin er gehört, haben fleißige Helferinnen Halstücher in der jeweiligen Farbe genäht und alle Familienmitglieder damit ausgestattet.

Nach dem Einzug in ihre „Wohnung“ lernen sich die Mitglieder der Familie – je 17 Kinder plus die 3 bis 4 jugendlichen und erwachsenen Familienbetreuer – über verschiedene Rate-, Erkennungs- und Bewegungsspiele kennen.

Junger Mann mit Mütze und Mädchen mit Hut, der einen großen Vogelschnabel hatBen Salem und Rabe Oreb als Begleiter

Die Psalmen, Ben Salem und Rabe Oreb als Reisebegleiter

Beim ersten Treffen aller Familien im Kirchenraum kommen zwei weitere Gestalten ins Spiel, ein junger Mann namens „Ben Salem“ und der Rabe „Oreb“, die die Familien bei ihrer „Pilgerreise nach Jerusalem zum Laubhüttenfest“ begleiten und beschützen wollen.

Zur Reisevorbereitung bemalt jedes Kind seinen Reiserucksack mit Textilmalstiften. Jede Familie verziert außerdem eine Kerze mit Wachsmotiven. Sie soll bei Dunkelheit den Weg beleuchten (GPS und Navi wurden laut Originalton der Kinder noch nicht erfunden). Mit einem Reisesegen im Gepäck gehen alle am ersten Abend nach Hause.

Am nächsten Morgen lauschen die Kinder im Kreis ihrer neuen Familie gespannt Ben Salem und Oreb, welche Abenteuer für den Tag geplant sind. Begleitet von dem Lied „Geh den Weg nicht allein“ ziehen sie anschließend in die vier Jurten, die Zelte, die die Pfadfinder vor der Immanuel-Kirche aufgebaut haben.

Mit verbundenen Augen gehen Kinder an Schnüren im Wald entlang, begleitet von ErwachsenenVoll Vertrauen an der Leitschnur entlangGemeinsam Herausforderungen meistern

Zwei Familien machen sich auf zu einem Geländespiel ins Stammheimer Wäldchen. Dort ist mit verbundenen Augen ein Schnurparcours zu meistern: Entlang der gespannten Schnüre erleben die Kinder einige Psalmverse mit allen Sinnen.

Riesengroßes buntes Tuch, gehalten von Kindern und nach oben geschwungen, drunter läuft ein Junge durchFast wie unter dem Schirm GottesDie beiden anderen Familien bewältigen bei Vertrauensspielen gemeinsam schwierige Situationen, die bei einer Pilgerreise auftreten können: auf einem dicken Tau über einen „Abgrund“ balancieren, Blinde über Hindernisse hinweg geleiten oder mit einem Schwungtuch einen Schutzschirm bilden.

Am Nachmittag tauschen die Familien die Aktionen.

Beschlossen wird dieser ereignisreiche Tag mit Singen und Segensgebet im Gottesdienstraum. Welche Überraschungen mag der dritte Tag bereithalten?

Laubhüttenfest

Am nächsten Morgen sollen die Zelte mit Blumen, Blättern, Girlanden und selbstgemalten Blumenbildern zu Laubhütten geschmückt werden. Auf dem Markt beim Laubhüttenfest werden tolle Dinge gebastelt: unter anderem gefilzte Raben, Rasseln, Gebetsschals, Puzzles, Lesezeichen, Psalmwürfel und Stimmungsbarometer. Kein Fest ohne Essen: Dank der Eltern kann ein reichhaltiges Buffet aufgetischt werden.

Den Abschlussgottesdienst feiern nachmittags Alt und Jung zusammen, denn jetzt dürfen auch die „echten“ Familienangehörigen dabei sein und werden bei schweißtreibenden Bewegungsliedern mit eingespannt. Ben Salem und Oreb verabschieden sich von den Pilgern. Stolz präsentieren die Kinder ihre Bastelarbeiten und erzählen von Abenteuern auf ihrer Pilgerreise. Die Jugendlichen haben einen Rap im Angebot: den vertrauten Psalm 23 als rhythmischen Sprechgesang – gar nicht mal so einfach.

Über 20 Mitarbeitende stehen auf den Altarstufen, mit einer Rose in der HandAlle Teamer auf einen Blick

Ein stattliches Mitarbeitendenteam hat zum Gelingen dieser drei Tage beigetragen: GruppenleiterInnen, BastlerInnen, PfadfinderInnen, Musikerin, Pastoralreferent, Pfarrerin, SchauspielerInnen, Organisatorin, Küchenfeen und AnimateurInnen jeder Art. Unzählige Stunden an Vorbereitung und Mitwirkung – dafür bekommt jede/r von ihnen eine Rose zum Dank. Ein abschließendes Segensgebet begleitet alle zurück in den Schul- oder Arbeitsalltag.

 

In der Fotostrecke finden Sie weitere Eindrücke:  

Kinderbibeltage 2016Entdeckungen mit den Psalmen am Ende der Sommerferien - eine dreitägige Pilgerreise  

Käthe Sroke


Stand: 08.09.2016
Bildrechte: Christa Hastedt, Andrea Ginsberg

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