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Lohnendes Basarwochenende
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„Lohnt sich ein Basar für eine Kirchengemeinde überhaupt noch?“ Ja! Aber warum? Der Erfolg hat verschiedene Facetten: hoher ehrenamtlicher Einsatz mit Stärkung der Gemeinschaft; Ressourcenschonung, wenn jemand noch gebrauchen kann, was sonst im Müll landen würde; Kirche als offenes, willkommenes Haus; und nicht zuletzt der finanzielle Erlös zugunsten spezieller Projekte der Gemeinde. Das hat der jüngste Trödelmarkt in der Brückenschlag-Gemeinde am 18. und 19. November 2017 wieder bewiesen.

Ein üppig bestücktes KuchenbuffetSehr gefragt: das üppig bestückte Kuchenbuffet

Basar lebt von ehrenamtlichem Engagement

Zahlreiche Ehrenamtliche tragen – zum Teil seit Jahrzehnten – zum Gelingen des zweitägigen Basars bei. Hilde Kuck, seit drei Jahren federführend in der Organisation, zählt die diesjährigen Helferinnen und Helfer auf: 9 für den Aufbau, 10 für das dekorative Präsentieren, 18 für den Verkauf, 14 in der Küche und Cafeteria, 8 beim Abbau. Wobei sich etliche an mehreren Stationen engagiert haben.

Für Ruth Kruck ist es bereits der 42. Trödelmarkt in der Gemeinde. Sie initiierte 1976 den ersten Basar, damals noch in der Lukaskirche in Flittard, und war vierzig Jahre lang dafür verantwortlich. Mit unermüdlichem Eifer organisierte sie Jahr für Jahr einen Basar mit allem, was dazugehört. Auch wenn die Leitung inzwischen in etwas jüngeren Händen liegt, ist sie immer noch mit ganzem Herzen dabei, betreut die Tische mit Glas und Porzellan und verkauft selbstgemachte Marmelade aus den Früchten ihres Gartens.

Frau Wolfgarten ist die „Mutter des Buffets“, und das seit über dreißig Jahren. Sie sorgt dafür, dass ausreichend Würstchen, Kaffee, Milch und andere Getränke da sind sowie Verkäuferinnen für die all gespendeten Salate und Kuchen bereitstehen. Auch das „Backoffice“ in der Küche ist gut beschäftigt: mit Kuchenschneiden und vor allem Spülen.

Als gemeinsames Projekt vieler Gemeindeglieder fördert der Basar auf jeden Fall das Miteinander. Und wenn man die Standbetreuerin nebenan oder die Spülmaschinenbefüllerin noch nicht kannte, auch das Kennenlernen.

Blick in die Kaffeestube mit weiteren Basarständen im HintergrundDie Kaffeestube: stets gut besuchtGemeinsam statt allein

Ein gemeinsames Projekt verbindet. Nicht nur mit anderen Mitarbeitenden, sondern auch mit Besuchern. Schnell kommt man ins Gespräch – über den wunderschönen Pullover, den Herbsturlaub, Gott und die Welt. An den Ständen ebenso wie am Kaffeetisch.

Marlis Neumann gehört seit 2016 zum Organisationsteam. „Ich arbeite gerne mit Hilde zusammen. Und beim Basar trifft man viele Leute“, begründet sie ihr Engagement.

Der Basar verbindet auch die Generationen. Denn die Mitarbeit ist generationenübergreifend – vom Jugendlichen bis zur Seniorin. Getragen wird er allerdings eindeutig von Menschen in der zweiten Lebenshälfte. Elfriede Hofmann am Kaffeeausschank ist mit ihren 91 Jahren sicher die älteste. Warum sie mitmacht? Sie muss nicht lange nachdenken: „Was soll ich zu Hause? Es macht mir viel Spaß hier, und nebenbei kann ich ein Schwätzchen mit Groß und Klein halten“, erklärt die langjährige Stammheimerin mit einem Lächeln.

Eine begeistert lesende Frau sitzt an der BüchermeileHobby verknüpft mit Engagement: ein Eldorado für Leseratten, auch als Helferin

Weiterverwenden statt wegwerfen

Gudrun Ast und Renate Wagner lieben Bücher. „Es wird zu wenig gelesen“, beteuern beide. Kein Wunder, dass sie die Büchermeile betreuen. Kinder und Erwachsene finden hier neuen Lesestoff. „Und uns macht es Spaß, sie dabei zu unterstützen!“

Jeder Basar birgt kleine Schätze – altes Porzellan, ein Buch von der Bestsellerliste oder individuelle Lieblingsstücke. Die Kleinode müssen nur mit dem Schatzsucher in Kontakt kommen. Und das gelingt immer wieder.

Andere stöbern einfach gerne – und sind ebenfalls glücklich, wenn sie mit einem Schnäppchen, einem wunderschönen Schmuckstück oder einem Geburtstagsgeschenk nach Hause gehen können.

Ein Stück Willkommenskultur

Beim Basar ist die Kirche offen – schauen wir doch mal vorbei. Das sagen sich Anwohner, Schnäppchenjäger, Gemeinschaftssuchende, Kuchenliebhaber. Eine kurze Zeit abschalten, einen Blick in diese besondere Kirche werfen, sich zum Kaffeetrinken verabreden, über das Basarangebot staunen, Adventsschmuck erstehen. Kaffeestube, Trödelstände, Kirchenraum – es soll sich jeder willkommen fühlen. Hans-Dietrich von Zanthier ist als Kirchenführer dabei: „Manche nehmen den Basar zum Anlass, sich die preisgekrönte Immanuel-Kirche anzuschauen und mehr zu ihrer Geschichte zu erfahren. Hier gebe ich gerne mein Wissen weiter.“ An Nachbarn, Architekten oder einfach nur Neugierige.

Weihnachts-Deko: Weihnachtsmänner und WeihnachtskugelnWeihnachten in Sichtweite: Fundgrube für manchen kleinen SchatzDer Kirchraum ist zugleich eine Oase der Ruhe und bietet Gelegenheit, einen Moment innezuhalten. Oder etwas von Gottes Größe zu erahnen.

Erlös für spezielle Projekte

Last but not least hat der Basar auch eine finanzielle Seite. Der Trödel ebenso wie Salate und Kuchen sind gespendet, und die Mitarbeitenden bringen ehrenamtlich ihre Zeit ein. So kann der Erlös (über 4.000 Euro dieses Jahr) ohne Abstriche an den guten Zweck weitergeleitet werden. Und der ist beim diesjährigen Basar dreigeteilt: je ein Drittel für die Jugendarbeit vor Ort, das Stadtteilbüro Flittard (Nahrungsmittelausgabe an Bedürftige) und die mit der Gemeinde verbundenen Missionare in verschiedenen Ländern.

Auch 2017 haben also zahlreiche Menschen wieder zum Gelingen des vorweihnachtlichen Trödelmarkts in der Immanuel-Kirche beigetragen: ehrenamtlich Engagierte, Kuchen und Salat Spendende, Käufer und Besucherinnen jeder Couleur. Viel Arbeit, aber ein lohnendes Ergebnis.

Die Fotostrecke vermittelt weitere Eindrücke vom Basarwochenende:

Vorweihnachtlicher Basar 2017Impressionen vom Trödelmarkt in der Immanuel-Kirche am 18. und 19. November

Christa Hastedt


Stand: 01.12.2017
Bildrechte: Christa Hastedt

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