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Gott spricht: Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch. Hes 36,26

FÖR JU feierte 35-jähriges Jubiläum
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Unglaubliche Kreativität, insgesamt weit über hundert Arbeitsstunden und Hoffnung auf das Siegertreppchen – das steckte in den 23 gebackenen Meisterwerken, die die Gemeindeglieder am 10. November 2013 vor dem Gottesdienst in der Immanuel-Kirche ablieferten. Aufgerufen zu diesem „Festival der Meisterbäcker“ hatte der Verein „FÖR JU Förderer christlicher Jugendarbeit e.V.“ der Brückenschlag-Gemeinde anlässlich seines 35-jährigen Bestehens.
 

Gott schreibt Geschichte – über Generationen hinweg

Sechsköpfige Sonntagsfest-BandDie Sonntagsfest-Band – kraftvolle Begleitung des Gemeinde-LobsDen Auftakt des Festtages bildete das Sonntagsfest, der monatliche Familiengottesdienst. Gut 200 Besucher von Jung bis Alt ließen sich in die Geschichte Gottes mit den Menschen mit hineinnehmen, musikalisch wie in der Predigt. Unterstützt von einer Band, erklang ein vielstimmiges Lob Gottes. Dann verabschiedeten sich die kleineren Kinder – ihre Begeisterung war unüberhörbar – zu ihrem eigenen Programm, wo sie wieder in die Rolle von Römern schlüpfen konnten.

Prädikantin Miriam Hoffmann auf der KanzelPrädikantin Miriam Hoffmann während der PredigtIn der Predigt erzählte Miriam Hoffmann, Prädikantin und ehemalige Jugendreferentin der Gemeinde, von drei Großmüttern aus biblischer und heutiger Zeit, deren christliches Vorbild einen nachhaltigen Eindruck bei den Enkeln hinterlassen hatte. Sie alle prägten der Glaube, das Sehnen über mehrere Generationen hinweg und das Nicht-beeinflussen-Können dessen, was die nächste Generation tut. Die Predigerin ermutigte zu einem langen Atem: „Unsere Aufgabe ist es, den Glauben nicht entwurzeln zu lassen und die Ursache für die Geschichte Gottes mit unseren Kindern zu sein.“

Ältere tragen Jüngere – ein biblisches Prinzip, das auch den FÖR JU durchwirkt. Er hat sich die Förderung der Jugendarbeit in der Brückenschlag-Gemeinde auf die Fahnen geschrieben. Doch dazu später mehr.

Mit einem eigenen Glaubensbekenntnis kamen Jugendliche im Gottesdienst auch selber zu Wort. Dieses hatten sie ein paar Tage zuvor im Jugendkreis formuliert. Leitgedanke war, was sie glauben, wie Gott in ihrem ganzen Leben vorkommt. Ein Credo, das alle Generationen umspannt (wer es nachlesen will: Link am Artikelende): „Denn Gott will, dass wir aufeinander achten, Junge und Alte.“ Könnte es eine bessere Zusammenfassung des Gottesdienstes geben?

Ehrung der Meisterbäcker

FÖR JU-Vorstand vor der Siegerehrung in der Immanuel-KircheFÖR JU-Vorstandsvorsitzender Hans-Gerd Kröschel verkündet die Sieger des Backwettbewerbs

Der sechsköpfige FÖR JU-Vorstand hatte sich derweil zurückgezogen, um aus 23 Kostproben die drei Sieger zu ermitteln. Wahrlich keine leichte Aufgabe, dazu noch innerhalb einer halben Stunde zu bewältigen. Bewertet wurden Geschmack, Aussehen und Aufwand anhand eines ausgeklügelten Punktesystems – wobei der Geschmack mit 70 Prozent zu Buche schlug, denn schließlich sollen Backwerke vor allem eins: schmecken! Optischer Eindruck und Aufwand für die Herstellung fielen jeweils mit 15 Prozent ins Gewicht.

Groß war die Spannung, als die sechs Koster am Ende des Gottesdienstes aus ihrer Klausur auftauchten und FÖR JU-Vorsitzender Hans-Gerd Kröschel die Sieger verkündete: Britta Heinz errang mit ihrer dreistöckigen Prinzregententorte den 3. Platz; das war der Jury ein Tortenbackbuch wert.
Apfel-Schmand-Kuchen2. Platz für den Apfel-Schmand-Kuchen von Bettina Mutz

Bettina Mutz beeindruckte mit einem Apfel-Schmand-Kuchen, der ihr den 2. Preis einbrachte; dafür kann sie sich auf einen Brunch in einem Kölner Café mit bestechender Tortenauswahl freuen.

Siegerin Wiltrud Moyzio ist zu Tränen gerührtWiltrud Moyzio kann ihren Sieg noch gar nicht fassen

Den Sieg aber trug nach einhelliger Meinung der Jury eine Kirschtorte auf einem Boden aus Nuss-Nougat-Creme davon. Zu Tränen gerührt nahm Presbyterin Wiltrud Moyzio den Preis, einen Gutschein für einen Champagnerlunch in einem Nobelrestaurant, in Empfang.
Sie gab zu, sie hätte sich nicht zwischen einem hellen und einem dunklen Boden entscheiden können, also verarbeitete sie beide Farben zu einem marmorierten Teig. Neben unschlagbarem Geschmack überzeugte die Torte die Jury auch durch ihre rot-weiße Gestaltung, Kirschbelag mit FÖR JU-Widmung als Sahnekranz – Tribut an die Farben der Stadt Köln, in der der FÖR JU beheimatet ist.
Der Siegerkuchen - Kirschtorte mit FÖR JU-Widmung als Sahnekranz1. Platz für eine Kirschtorte auf Nuss-Nougat-Creme

Der Gewinn kam nicht von ungefähr: Alle Siegerinnen bekannten, in ihre Meisterwerke außergewöhnlich viel Zeit und Kreativität investiert zu haben. Über zwei Tage an einer Torte zu arbeiten, sei auch bei ihnen die Ausnahme. Aber was tut man nicht alles, um es der Jury bloß nicht zu leicht zu machen!

Beeindruckendes KuchenbüffetDie Kreationen der Meisterbäcker – beeindruckend!

Genuss für Auge und Gaumen

Nach dem Gottesdienst herrschte großer Andrang am Tortenbüffet, denn jeder wollte sich selbst ein Bild von den Kreationen machen und sie kosten.

Alle stürmen zum KuchenbüffetSturm auf das Kuchenbüffet – der Kaffee wartet schon

Den FÖR JU-Mitgliedern winkte ein Stück gratis, alle anderen konnten sich gegen eine Spende gütlich tun. Und wie es mundete! An den Tischen, auf denen schon der Kaffee bereit stand, wurde fröhlich diskutiert: über die prämierten und die nicht prämierten Werke, den FÖR JU, das Wetter – kurz, über Gott und die Welt. Die Gemeinde genoss sichtlich das Beisammensein. Die Kuchen erbrachten einen Reinerlös von über 200 Euro für den FÖR JU. Bei der Kollekte im Gottesdienst waren bereits mehr als 400 Euro zusammengekommen. Und über das 50. Mitglied konnte sich der Verein an diesem Tag auch noch freuen. Gewinn auf ganzer Linie!

Geniale Idee, grandiose Atmosphäre

Fröhliches Kuchenkosten beim KirchenkaffeeFröhliches Kuchenkosten beim Kirchenkaffee35 Jahre FÖR JU. Wie feiert ein kleiner Verein ein Jubiläum so, dass es ein unvergessliches Ereignis wird und alle etwas davon haben – der Verein, seine Mitglieder und die Finanzen ebenso wie die Brückenschlag-Gemeinde? Diese Frage bereitete dem Vorstand vor einigen Monaten einiges Kopfzerbrechen. Wie gut, dass es eine Frau im Vorstand gab. Sie brachte die Idee eines Backwettbewerbs ins Spiel. Hans-Jörg Kröschel alias FÖR JU-Vorsitzender war überwältigt vom Riesenanklang, den die Aktion fand: „Wir konnten mit dieser Idee die gesamte Gemeinde mobilisieren und integrieren und haben viel positives Feedback erhalten.“ Dem pflichtete auch Schatzmeister Ulrich Hach bei: „Die Gespräche, die Begegnungen untereinander, die Freude in den Augen – einfach eine grandiose Atmosphäre!“ Beeindruckt fügte er hinzu: „Es ist sagenhaft, wie viele helfende Hände auch hinter den Kulissen mit anpacken und den Tag zu einem Erfolg machen!“ Nicht zu vergessen schließlich der Spaß, den die Vorstandsmitglieder selber dabei hatten, 23 Kuchen innerhalb kurzer Zeit probieren und bewerten zu müssen.

35 Jahre Förderung christlicher Jugendarbeit

In den vorangegangenen Wochen war im Gottesdienst regelmäßig zum Festival der Meisterbäcker eingeladen worden. Manche erfuhren zum ersten Mal von dem Verein und wozu er da ist. Der „FÖR JU Förderer christlicher Jugendarbeit e.V.“, wie er offiziell heißt, will die missionarische Jugendarbeit in der Brückenschlag-Gemeinde erhalten und fördern; vor allem trägt er zur Finanzierung der Jugendreferentenstelle bei (weitere Infos siehe FÖR JU).

Ein Ziel, das in Zeiten immer knapper werdender Kassen umso mehr Unterstützung benötigt. Oder war es doch die Aussicht auf ein kostenloses Stück Kuchen, das die Mitgliederzahl bis zum Jubiläumsfest auf fünfzig ansteigen ließ?

FÖR JU-Vorstand hinterm KuchenbüffetFÖR JU-Vorstand und das Büffet der MeisterbäckerEinst VMGJ, jetzt FÖR JU

Im November 1978 als „Verein für missionarische Gemeinde- und Jugendarbeit“ (VMGJ) in der ehemaligen Evangelischen Kirchengemeinde Köln-Flittard – einer der beiden Vorgängergemeinden der Brückenschlag-Gemeinde – gegründet, steht der Verein für 35 Jahre Kontinuität (mehr zur Geschichte und weiteren Hintergründen hier). Viele Mitglieder sind ihm seit Jahrzehnten treu, ein Ehepaar ist sogar seit den Gründungstagen dabei. Also ein Verein der Senioren und bald aussterbend? Eine Zeit lang sah es so aus. Doch in den letzten Jahren sind dem FÖR JU auch Jugendliche (ab 16) und junge Erwachsene beigetreten. Einer von ihnen, Christian Boden, sorgt auch im Vorstand für frischen Wind. Eigentlich vollkommen naheliegend, denn von einer guten Jugendarbeit haben sie ja selber Gewinn. Das ist ihnen 1 Euro im Monat wert, den Mitgliedsbeitrag fürs Taschengeld-Budget. Verdienende sollten – als Richtwert – einen Beitrag von 30 Euro pro Jahr leisten.

Ältere tragen Jüngere

Warum engagieren sich gerade die älteren Mitglieder so für einen Verein, der ausschließlich Jugendlichen zugutekommt? Viele von ihnen haben selbst von einer guten Jugendarbeit profitiert, zumeist in der einstigen Lukas-Kirche in Köln-Flittard, und das hat sie für ihr Leben geprägt. Nun möchten sie der heutigen Jugend ähnlich gute Weichenstellungen ermöglichen. Eine Art Generationenvertrag: Ältere tragen Jüngere, sind ihnen Vorbild, ermutigen sie – da schließt sich der Kreis zum Gottesdienst.

Logo des FÖR JU mit Schriftzug und großem und kleinem Fisch

Das spiegelt sich auch im Logo des FÖR JU wider, einem großen, kräftigen Fisch mit kleinem im Gefolge: Die Reiferen (Erwachsene bis hin zu Senioren) bilden gewissermaßen den Rahmen, in den Jugendliche „hineinschwimmen“ und in dessen Schutz sie ihre Fähigkeiten entdecken und entfalten können. Wobei der Fisch ein uraltes Symbol der Christen ist.

Kuchen mit in Schokolade badendem SchweinchenEin wahrer Hingucker – von einer Nachwuchs-Meisterbäckerin, leider nicht unter den Top 3

Die Zukunft der Kirche? Ohne Jugendliche undenkbar. Und wenn die Kirchensteuereinnahmen für die Aufrechterhaltung einer lebendigen Gemeindearbeit wie seinerzeit in der Kirchengemeinde Köln-Flittard und heute in der Brückenschlag-Gemeinde nicht ausreichen? Dann müssen eben andere in die Bresche springen. Mit der Gründung eines Fördervereins bewiesen die damaligen Initiatoren viel Weitsicht. „Für die Gesellschaft ist es besonders wichtig, dass Jugendliche den Weg zum Glauben, zu Jesus Christus finden“, erläutert Hans-Dietrich von Zanthier, Schriftführer des FÖR JU und dienstältestes Vorstandsmitglied, sein langjähriges Engagement. Denn alle gewinnen, wenn Menschen ihr Leben an den Maßstäben Jesu Christi ausrichten. Das war und ist die Triebfeder des VMGJ bzw. FÖR JU.

 

Woche der Jubiläen

Das 35-jährige Bestehen des FÖR JU bildete nur den Auftakt zu einer ganzen Woche von Jubiläen in der Brückenschlag-Gemeinde. Am 13. November 2013 bestand das Gemeindefrühstück dreißig Jahre. Unter Leitung von Regine Rosenhahn findet seit November 1983 in Stammheim jeden zweiten Mittwoch im Monat von 09:00 bis 10:00 Uhr ein Frühstück für Jung und Alt in der Kirche statt, das sich nach wie vor großer Beliebtheit erfreut. Und am 15. November 2013 gab es in der ökumenischen Begegnungsstätte Lichtblick – Café + mehr die 100. Lesung im Rahmen der Reihe „lesen + lesen lassen“ mit besonderen Gästen, die über ihre Lesefavoriten sprachen und natürlich etwas vorlasen.

Demnächst Ordination Miriam Hoffmann

Am 1. Dezember 2013 wird Miriam Hoffmann, die gerade ihre Ausbildung zur Prädikantin abgeschlossen hat, um 15 Uhr in der Immanuel-Kirche ordiniert. Dann gibt es eine weitere Predigt von ihr und ein fröhliches Programm im Anschluss an den Gottesdienst, mit Musik, Beiträgen und lokalen Köstlichkeiten. Kein Festival der Meisterbäcker, aber mindestens genauso spannend. Herzliche Einladung!

01.12. 15:00Ordination Miriam Hoffmann

 

Christa Hastedt

 

Weitere Infos zum FÖR JU inkl. Beitrittsantrag finden sich hier.

Und hier das Glaubensbekenntnis der Jugendlichen als Download zum Nachlesen:  Glaubensbekenntnis aus Jugendkreis November 2013

 

Noch mehr Fotos vom Festtag sind hier anzuschauen:

Jubiläum FÖR JUFestival der Meisterbäcker zum 35-jährigen Bestehen des FÖR JU am 10.11.2013


Stand: 18.11.2013
Bildrechte: Christa Hastedt, Philipp Hengstenberg, FörJu

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