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Einführung von Pfarrerin Anja Fresia
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Blick in die Immanuel-Kirche von der Empore aus, im Vordergrund das Gottesdienstblatt mit dem Bild der EinladungskarteBeginn des Festgottesdienstes29. Januar 2017, ein typisch rheinländischer Wintersonntag: nicht allzu kalt, mehr trüb als sonnig. Den rund 350 Besuchern in der Stammheimer Immanuel-Kirche konnte das egal sein: Drinnen war es warm und jeder hatte einen Platz bekommen. In der Küche verhießen die zahlreichen selbstgebackenen Strudel festlichen Schmaus. Etliche Talarträger und das Presbyterium hatten sich in der Bonhoeffer-Kapelle versammelt, um sich auf das Ereignis des Tages einzustimmen: die offizielle Einführung von Pfarrerin Anja Fresia auf die halbe Pfarrstelle der Evangelischen Brückenschlag-Gemeinde Köln-Flittard/Stammheim.

Rückblende zum 6. Oktober 2016: In einem Wahlgottesdienst wählte das Presbyterium Anja Fresia auf die 50-Prozent-Pfarrstelle. Bislang hatte sie in der Brückenschlag-Gemeinde ehrenamtlich mitgewirkt, während ihr Mann Thomas die ganze Pfarrstelle innehatte. Seit dem 1. November 2016 teilt sich das Pfarrehepaar bereits die Aufgaben. Es fehlte nur noch der „Segen von oben“. Dazu war man nun Ende Januar zusammengekommen.

Pfarrer Thomas Fresia spricht seiner Frau den Segen zu, im Hintergrund Presbyter und weitere PfarrerGottes Segenszuspruch von Pfarrer Thomas Fresia und weiteren Kollegen und Presbyterinnenn an Pfarrerin Anja FresiaFestgottesdienst

Unter feierlichen Orgelklängen zog die Theologenschar mit dem Presbyterium um 15 Uhr in die voll besetzte Immanuel-Kirche ein. Superintendentin Andrea Vogel leitete den Festgottesdienst. Sie bat die Gemeinde, ihre Pfarrerin durch Fürbitte in ihrem Dienst mitzutragen, und wünschte ihr Weite für die unterschiedlichen Gaben, die Gott in einen Menschen hineingelegt hat. Dann führte sie Anja Fresia mit Gebet und Segen in ihr neues Amt ein. Dabei war sie von einer Riege Pfarrer und Presbyter flankiert, die der Pfarrerin nacheinander ein persönliches Segensvotum zusprachen.

In ihrer Predigt ging die Gemeindehirtin anschließend auf die Suche nach Gott ein, der sich von uns Menschen finden lassen wolle; dies solle auch weiterhin ihr Lebensmotto sein. Und wie zum Gruß ließ just in jenem Augenblick der Himmel die Sonne im Altarraum tanzen. Musikalische Festakzente setzten der Frauenchor der Gemeinde sowie eine Überraschungsdelegation der Dellbrücker Kantorei Coro con Spirito, in der Anja Fresia seit einiger Zeit mitsingt.

10 Strudel auf dem TischStrudel – eine österreichische Spezialität erobert KölnStrudel und Heuriger

Für das Festbuffet hatte sich die Gemeinde nach anfänglichem Zögern auf den Wunsch der Pfarrerin eingelassen, Strudel zu backen. Eigentlich eine „spinnerte Idee“ (O-Ton Anja Fresia), die sie während ihrer Zeit in Österreich kennengelernt hatte. Ein Strudelworkshop und bereitgestellte Strudelrezepte halfen auf die Sprünge, Familie Fresia gab reichlich Insidertipps, und so überraschten die Gemeindeglieder mit rund 70 Strudeln aller Geschmacksrichtungen, wie sie Köln in dieser Vielfalt noch nicht erlebt hatte. Mit alternativen Fakten (Blechkuchen, der als Strudel ausgegeben wurde) kam zum Glück niemand. Passend dazu wurde junger Weißwein – Heuriger – kredenzt; es gab aber auch Kaffee und Saft, nur auf das in der Domstadt ansonsten allgegenwärtige Kölsch musste man verzichten.

Zwei Kinder überreichen Pfarrerin Fresia eine Donauwelle mit roten Fähnchen dran, die für die Aufgaben im Pfarramt stehenEine Donauwelle mit Pfarramtsaufgaben zum Rauspicken, inklusive Rosinen

Grußworte, Saxofonmusik und augenzwinkernde Anklänge an die Weihnachtswerkstatt und die Kinderbibeltage, die Anja Fresia letztes Jahr mitgestaltet hatte, sorgten für einen kurzweiligen Nachmittag. Das Presbyterium beschloss das Programm mit einem umgetexteten Schlager, bei dem Schunkelstimmung aufkam.

Das Schlusswort hatte die Pfarrerin, die es nicht versäumte, den zahlreichen Freiwilligen vor und hinter den Kulissen ein großes Dankeschön auszusprechen. Es gelang ihr sogar, den Küster Peter Kraus ins Rampenlicht zu holen, der eigentlich lieber im Hintergrund wirbelt. Der große Applaus war zu Recht verdient.

Danach konnte Strudel und Heurigem nach Herzenslust weiter zugesprochen werden. Selbst beim Nachglühen war die österreichische Spezialität in aller Munde: Die neuen Strudelfans fachsimpelten über Teig und Füllungen, probierten hier, kosteten dort, um ihr geschmackliches Bild abzurunden. Und merkten gar nicht, wie sich längst die Nacht über Stammheim gesenkt hatte.

 

Hier gibt es weitere Eindrücke in Bildern: 

Amtseinführung von Pfarrerin Anja FresiaImpressionen vom Festgottesdienst und der anschließenden Feier am 29. Januar 2017

 

Christa Hastedt


Stand: 19.02.2017
Bildrechte: Michael Kuck, Andrea Ginsberg, Christoph John

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