Die Trauer in Freude verwandelt

Veröffentlicht am Mi., 8. Mai. 2019 11:51 Uhr
Kinder und Jugendliche

Ökumenische Kinderbibeltage in der Immanuelkirche

Am ersten Maiwochenende waren 43 Kinder im Alter von 6 bis 13 Jahren der Einladung zu den seit vielen Jahren stattfindenden Ökumenischen Bibeltagen gefolgt, die diesmal unter dem Thema „Du verwandelst meine Trauer in Freude“ standen. In den Räumen der Immanuelkirche Kirche in Köln Stammheim nutzten die Kinder an drei Tagen die Gelegenheit, bei Angeboten wie Singen, Spielen, Basteln, Musizieren, Theaterspielen, Bewegungs- oder Geländespielen sich mit dem diesjährigen Thema der „Kibita“ kreativ zu beschäftigen und Spaß daran zu haben.

Beim ersten Treffen aller teilnehmenden Kinder- und Mitarbeiter-Teams im Gottesdienstraum lernten sie unter Leitung von Pfarrer Thomas Fresia schnell das Themenlied mit Bewegungen und kräftigen Stimmen lebhaft zu singen. Ein von den jungen Nachwuchsschauspielerinnen Klara Martin und Maite Fresia gekonnt, lebhaft und eindruckvoll vorgeführtes Anspiel erzählte den ersten Teil der biblischen Geschichte von der Trauer der Jünger über den Kreuzestod Jesu, die durch dessen Auferstehung von den Toten in Freude verwandelt wird.. Der ersten Teil stimmte die Kinder der Kibita am Freitag, der zweiten Teil am Samstag auf ihr Thema: „Du verwandelst Trauer in Freude“ ein. Zu den Klängen des erlernten Themenliedes zogen die Kinder – altersgemäß auf drei Gruppen verteilt – in ihre vorbereiteten Räume. Dort lernten sie einander und ihre zuständigen Teamer, darunter einige jugendliche Nachwuchsmitarbeiterinnen, in Aufwärmrunden spielerisch kennen. Die Kinder wussten beeindruckend von Traurigkeiten in ihrem Alltag oder schon mal gehörten biblischen Geschichten zu erzählen. Andere Kinder stellten mittels Mimik, Gestik, Farben und Klängen eindrucksvoll Gefühle wie Trauer oder Freude dar.

Am Samstag, dem zweiten Tag, nutzen die Kinder das Angebot, sich  in zwei Gruppen bei themenbezogenen Gelände- und Wettstreitspielen im Kirchengarten auszutoben. Eine Gruppe bezog im Schlosspark Skulpturen in ihre Spiele ein. Für das leibliche Wohl der Kinder sorgte Susanne van Balen, die liebevoll von Kindern bevorzugte Speisen und Getränke bereitstellte. Zwischendurch naschten die Kinder von zerkleinerten Obst- und Gemüsestückchen, die sie in ihren Brotboxen mitgebracht hatten.

In einem ökumenischen Familiengottesdienst am Sonntagvormittag, der unter dem Thema der Kinderbibeltage „Du verwandelst meine Trauer in Freude“ gefeiert wurde, verabschiedete der evangelische Pfarrer Thomas Fresia den katholischen Pastoralreferent Franz Josef Ostermann mit herzlichem Dank aus seinem Dienst bei den Kinderbibeltagen, die er 19 Jahre maßgebend gestaltet hatte. Alle Kinder der Kibita und die Gottesdienstbesucher wünschen ihm und seiner Familie alles Gute und Gottes Segen für seine neue Stelle in Leverkusen. Beim dritten Teil des Anspiels und damit dem Ende der themabezogenen biblischen Geschichte konnten die Gottesdienstbesucher sich von der beeindruckenden Leistung der jugendlichen Schauspielerinnen überzeugen.

Zum Abschluss der Kinderbibeltage führten Kinder in drei Gruppen ihre Eltern die Werke vor, sie an den drei Tagen zum Thema erarbeitet hatten. Einige Beispiele:

Die Gruppe, die Gefühle kreativ dargestellt hatte, führte gekonnt den Wandel von Traurigkeit zur Freude als Tanz in Form einer  Schnecke vor, die in der äußeren Schicht viel Platz zur Freude, in der Dunkelheit der Mitte Enge und Traurigkeit erlebte, sich durch Auflösen zum Großen Kreis wieder in Freude wandelte.

Diese Wandlung zeigte sich auch auf fröhlichen bunten Bildern, die mit  schwarzen Wachsmalstiften übermalt traurig wirkten, beim Abkratzen der schwarzen Traurigkeit kamen wieder bunte, freundliche Muster zum Vorschein.

Eine andere Gruppe hatte Masken mit traurigen und fröhlichen Gesichtern gebastelt. Eine Burg, erbaut aus Kartons, bekannt von Großveranstaltungen wie dem Kirchentag als Sitzgelegenheit, hatten die Kinder mit gemalten traurigen und fröhlichen Bildern geschmückt.

Eine Gruppe zeigte ihre gebastelten Wendebilder. Auf jeweils einer Seite klebte ein Foto mit ihrem traurigen Gesicht auf der einen und ihrem fröhlichen Gesicht auf der Rückseite. An den Bildrändern waren jeweils traurige oder fröhliche Gefühle oder Ereignisse aufgelistet. Beim Wenden des Bildes lässt sich der Wandel aus der Traurigkeit zur Freude ablesen.

Mit vielen hoffentlich nachhaltigen Eindrücken, wie Traurigkeit mit der Hilfe Gottes und Menschen verwandelt werden kann, gingen Kinder und Mitarbeiter zurück in ihren Alltag.

Käthe Sroke


Hier gelangen Sie zur Bildergalerie...