April
2009

Brücken
bogen

19

 

 


Stadtteilbüro
jetzt in der Peter-Grieß-Straße

Stadtteilbüro 1Bedingt durch die Aufgabe des Lukaskirchengrundstücks kam zum Jahresende auch das Aus für das Stadtteilbüro Flittard in der Roggendorfstraße. Als Alternative wurde uns die ehemalige Schwesternwohnung hinter der Kindertagesstätte in der Peter-Grieß-Straße 8 angeboten.

Es soll nicht verschwiegen werden, dass wir Mitarbeiter des „Arbeitskreises Stadtteilbüro Flittard“ bei der ersten Ortsbesichtigung mehr als frustriert waren. Einige konnten sich ein Weiterarbeiten unter diesen Bedingungen nicht vorstellen.

Der große Raum – wohl das ehemalige Wohnzimmer der Wohnung –, der für uns ideal gewesen wäre, stand für uns (außer zu Besprechungen) nicht zur Verfügung, da er für das Jugendbüro gebraucht wurde.             Der uns zugewiesene Raum ist nur 16 m2 groß oder besser gesagt klein. Es war uns zunächst unvorstellbar, in diesem Raum Büro (für Beratungstätigkeiten), Lebensmittellagerstätte und Lebensmittelausgabestelle zu vereinen. Da wir jedoch keine andere Möglichkeit hatten, versuchten wir, das Beste aus der Situation zu machen, und setzten all unsere Kreativität in Gang. Zugegeben, vergrößern konnten wir damit den Raum auch nicht. Aber eine ausgediente Kirchenbank, die sowohl zur Brotausgabe als auch als Sitzgelegenheit bei Beratungen dient, sparte so viel Platz, dass neben dem Schreibtisch auch noch ein Schrank und einige Regale untergebracht werden konnten. Und das Beste – der Raum sieht sogar noch einigermaßen wohnlich aus!

Da durch die Enge des Raumes jedoch nicht alle Lebensmittel hier ausgegeben werden können, haben wir die Ausgabe von Obst und Gemüse in den Flur verlegt. Dank Volker Runkel, der uns ehrenamtlich handwerklich sehr unterstützt hat, besitzen wir für die Obst- und Gemüseausgabe stabile Regale. Wer hätte gedacht, dass Kirchenbänke sich so gut zu Regalen weiterverarbeiten lassen?

Einen besonderen Luxus unserer neuen Bleibe bietet die Küche auf gleicher Ebene, die wir dank einer Schrankspende zweckmäßig einrichten konnten.

Wenn wir auch etwas versteckt hinter der Kita liegen und unsere Lebensmittel weit schleppen müssen, denke ich, sind wir inzwischen mit unserem neuen Domizil versöhnt. Um ehrlich zu sein, ist es in mancher Hinsicht (Küche, Regale) sogar besser als das alte.

Schade ist, dass sich einige Bedürftige vor den Erzieherinnen im Kindergarten schämen, ihre Bedürftigkeit einzugestehen und Lebensmittel zu holen. Wir arbeiten noch am Abbau dieser falschen Scheu!

Stadtteilbüro 2Während bei der Lebensmittelausgabe in kürzester Zeit die gleiche Personenzahl erreicht wurde wie vor dem Umzug, sind die Sozialberatungen deutlich zurückgegangen. Sie finden nach wie vor alle zwei Wochen montags von 15 bis 18 Uhr statt. Die genauen Termine hängen auf der Eingangstür des Stadtteilbüros aus. Es wäre schade, wenn die Beratungen aufgrund mangelnder Nachfrage eingestellt werden müssten!

Ebenfalls werden – nach Terminvereinbarung – weiterhin Schuldnerberatungen angeboten.

Die geplanten Kochkurse mussten allerdings wegen mangelnder Nachfrage entfallen.

Abschließend einen herzlichen Dank an alle, die die Anliegen des Stadtteilbüros unterstützen und hierdurch dazu beitragen, dass sinnvolle Stadtteilarbeit geleistet werden kann. Angesprochen sind hier u.a.

• die Helfer innerhalb und außerhalb unseres Arbeitskreises, die die Renovierung und den Umzug ehrenamtlich übernommen haben,

• die Brückenschlag-Gemeinde, die hierfür die entsprechenden Materialkosten getragen hat, damit für die Renovierung keine Spendengelder verbraucht werden mussten,

• die Kölner Tafel, die uns – leider nicht ausreichend – wöchentlich mit Lebensmitteln versorgt,

• alle Einzel- und Gruppenspender inklusiv derer, die

–  sich in der Vorweihnachtszeit in den Kirchen an den Kollekten für das Stadtteilbüro (773,24 €)           beteiligt,

–  bei der Weihnachtsfeier der KFD und Senioren in St. Pius X. (241 €) gespendet,

–  zum Erlös des Weihnachtsbazars der KFD St. Hubertus (323 €) beigetragen oder

–  bei der Spendenaktion der Pelikan-Apotheke    (615 €) mitgemacht haben.

   Durch diese Geldspenden war es uns möglich, Weihnachtstüten für die Bedürftigen zu packen.        Außerdem können wir dank der Geldspenden Lebensmittel zukaufen, wenn die Lieferungen der Tafel den Bedarf nicht decken (in der letzten Zeit wurden hierfür ca. 100 € wöchentlich benötigt).

• Ein großes Dankeschön aber auch an alle Lebensmittelspender und an die Stellen, die dieses Sammeln unterstützen (Arztpraxis, Apotheken).

• Wie immer einen herzlichen Dank für die Dauerunterstützung der Bäckerei Schmidt und einen neuen Dank an die ALDI-Filiale Flittard, die uns seit dem 3.3.2009 wöchentlich unterstützt.

Sollten Sie Lust verspüren, sich uneigennützig ehrenamtlich im Bereich des Stadtteilbüros zu engagieren, lassen Sie es uns wissen!

Marianne Krabbe / Fotos: Gisela Roggendorf

      Auch im Bonhoefferhaus und im Café Lichtblick stehen Körbe, in die Sie jederzeit Ihre Lebensmittelspenden (nur länger haltbare Sachen) legen können.


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