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Bedingt
durch die Aufgabe des Lukaskirchengrundstücks kam zum Jahresende auch
das Aus für das Stadtteilbüro Flittard in der Roggendorfstraße. Als
Alternative wurde uns die ehemalige Schwesternwohnung hinter der
Kindertagesstätte in der Peter-Grieß-Straße 8 angeboten.
Es soll nicht verschwiegen werden, dass wir
Mitarbeiter des „Arbeitskreises Stadtteilbüro Flittard“ bei der ersten
Ortsbesichtigung mehr als frustriert waren. Einige konnten sich ein
Weiterarbeiten unter diesen Bedingungen nicht vorstellen.
Der große Raum – wohl das ehemalige Wohnzimmer der
Wohnung –, der für uns ideal gewesen wäre, stand für uns (außer zu
Besprechungen) nicht zur Verfügung, da er für das Jugendbüro gebraucht
wurde. Der uns zugewiesene Raum ist nur 16 m2
groß oder besser gesagt klein. Es war uns zunächst unvorstellbar, in
diesem Raum Büro (für Beratungstätigkeiten), Lebensmittellagerstätte
und Lebensmittelausgabestelle zu vereinen. Da wir jedoch keine andere
Möglichkeit hatten, versuchten wir, das Beste aus der Situation zu
machen, und setzten all unsere Kreativität in Gang. Zugegeben,
vergrößern konnten wir damit den Raum auch nicht. Aber eine
ausgediente Kirchenbank, die sowohl zur Brotausgabe als auch als
Sitzgelegenheit bei Beratungen dient, sparte so viel Platz, dass neben
dem Schreibtisch auch noch ein Schrank und einige Regale untergebracht
werden konnten. Und das Beste – der Raum sieht sogar noch einigermaßen
wohnlich aus!
Da durch die Enge des Raumes jedoch nicht alle
Lebensmittel hier ausgegeben werden können, haben wir die Ausgabe von
Obst und Gemüse in den Flur verlegt. Dank Volker Runkel, der uns
ehrenamtlich handwerklich sehr unterstützt hat, besitzen wir für die
Obst- und Gemüseausgabe stabile Regale. Wer hätte gedacht, dass
Kirchenbänke sich so gut zu Regalen weiterverarbeiten lassen?
Einen besonderen Luxus unserer neuen Bleibe bietet
die Küche auf gleicher Ebene, die wir dank einer Schrankspende
zweckmäßig einrichten konnten.
Wenn wir auch etwas versteckt hinter der Kita
liegen und unsere Lebensmittel weit schleppen müssen, denke ich, sind
wir inzwischen mit unserem neuen Domizil versöhnt. Um ehrlich zu sein,
ist es in mancher Hinsicht (Küche, Regale) sogar besser als das alte.
Schade ist, dass sich einige Bedürftige vor den
Erzieherinnen im Kindergarten schämen, ihre Bedürftigkeit
einzugestehen und Lebensmittel zu holen. Wir arbeiten noch am Abbau
dieser falschen Scheu!
Während bei der Lebensmittelausgabe in
kürzester Zeit die gleiche Personenzahl erreicht wurde wie vor dem
Umzug, sind die Sozialberatungen deutlich zurückgegangen. Sie
finden nach wie vor alle zwei Wochen montags von 15 bis 18 Uhr statt.
Die genauen Termine hängen auf der Eingangstür des Stadtteilbüros aus.
Es wäre schade, wenn die Beratungen aufgrund mangelnder Nachfrage
eingestellt werden müssten!
Ebenfalls werden – nach Terminvereinbarung –
weiterhin Schuldnerberatungen angeboten.
Die geplanten Kochkurse mussten allerdings
wegen mangelnder Nachfrage entfallen.
Abschließend einen herzlichen Dank an alle, die die
Anliegen des Stadtteilbüros unterstützen und hierdurch dazu beitragen,
dass sinnvolle Stadtteilarbeit geleistet werden kann. Angesprochen
sind hier u.a.
• die Helfer innerhalb und außerhalb unseres Arbeitskreises, die die
Renovierung und den Umzug ehrenamtlich übernommen haben,
• die Brückenschlag-Gemeinde, die hierfür die entsprechenden
Materialkosten getragen hat, damit für die Renovierung keine
Spendengelder verbraucht werden mussten,
• die Kölner Tafel, die uns – leider nicht ausreichend – wöchentlich
mit Lebensmitteln versorgt,
• alle Einzel- und Gruppenspender inklusiv derer, die
– sich in der Vorweihnachtszeit in den Kirchen an den Kollekten für
das Stadtteilbüro (773,24 €) beteiligt,
– bei der Weihnachtsfeier der KFD und Senioren in St. Pius X. (241 €)
gespendet,
– zum Erlös des Weihnachtsbazars der KFD St. Hubertus (323 €)
beigetragen oder
– bei der Spendenaktion der Pelikan-Apotheke (615 €) mitgemacht
haben.
Durch diese Geldspenden war es uns möglich, Weihnachtstüten für die
Bedürftigen zu packen. Außerdem können wir dank der Geldspenden
Lebensmittel zukaufen, wenn die Lieferungen der Tafel den Bedarf nicht
decken (in der letzten Zeit wurden hierfür ca. 100 € wöchentlich
benötigt).
• Ein großes Dankeschön aber auch an alle Lebensmittelspender und an
die Stellen, die dieses Sammeln unterstützen (Arztpraxis, Apotheken).
• Wie immer einen herzlichen Dank für die Dauerunterstützung der
Bäckerei Schmidt und einen neuen Dank an die ALDI-Filiale Flittard,
die uns seit dem 3.3.2009 wöchentlich unterstützt.
Sollten Sie Lust verspüren, sich uneigennützig
ehrenamtlich im Bereich des Stadtteilbüros zu engagieren, lassen Sie
es uns wissen!
Marianne Krabbe / Fotos: Gisela Roggendorf
Auch im Bonhoefferhaus und im Café Lichtblick stehen
Körbe, in die Sie jederzeit Ihre Lebensmittelspenden
(nur länger haltbare
Sachen) legen können. |