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Mitwirkende:
Simon Rummel,
Orgel
SingTeam der Ev.
Brückenschlag-Gemeinde mit Solisten, Gesang
Gerold
Vorländer, musikalisch-theologische Einführung
Programm:
J.S. Bach
(1685-1750):
Motette BWV 227
„Jesu meine Freude“ für fünfstimmigen Chor
Sigfrid
Karg-Elert (1877-1933):
Symphonischer
Choral op. 87/2 „Jesu meine Freude“ für Orgel
I.
Introduzione (Inferno)
II.
Canzone
III. Fuga con
Corale
Die drei- bis
fünfstimmige Motette von Bach verknüpft in musikalisch und theologisch
genialer Weise den Choral „Jesu meine Freude“ mit freien Vertonungen
von Versen aus Römer 8. Dabei beeindruckt J.S. Bach durch hohe
kontrapunktische Satzkunst und zugleich enorm emotionale Musik.
Das Orgelstück
von S. Karg-Elert ist ein spätromantisches Werk, das mit allen nur
irgendwie verfügbaren Mitteln den Text der Choralstrophen musikalisch
ausmalt. Insofern ist es der Bach-Motette vergleichbar: Auch hier
lässt der Komponist ja keinen Effekt aus, uns die Texte stimmungsvoll
und kontrastreich erklingen zu lassen.
Natürlich leben
wir heute mit einem anderen musikalischen Hintergrund als die Menschen
in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Deswegen erfahren wir die
Drastik der Komposition bei Bach nicht mehr ganz so vehement wie die
damaligen Hörer. In den Feinheiten würden sie uns teilweise vielleicht
sogar verborgen bleiben, jedenfalls ohne erklärende Einführung. Das
ist bei Karg-Elert schon etwas anderes. Seine musikalischen Mittel
sind uns wesentlich vertrauter. Das recht virtuose Werk ist dem
berühmten Organisten Karl Straube gewidmet.
Mit diesem
Konzert gibt Simon Rummel, der acht Jahre lang als Kirchenmusiker an
der Lukaskirche tätig war, seinen Abschied als Chorleiter und Organist
der Brückenschlag-Gemeinde.
Gerold Vorländer |